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Weitere Standseilbahnen in Lateinamerika Auf dieser Seite sind wenig bekannte Standseilbahnen Lateinamerikas abgebildet. Weitere Bilder sind stets willkommen und gehen an info@fahrplancenter.ch Puerto Rico: Las Croabas I, II + III
Puerto Rico gehört eigentlich nicht zu Lateinamerika, sondern zu den USA. Technische Daten: Ursprünglich eröffnet als Las Croabas I um 1945: Erbauer unbekannt, Spurweite 1.166 Meter, Länge 170 Meter, Höhendifferenz 70 Meter, Steigung 44%, Geschwindigkeit 1 Meter/Sekunde, Elektrischer Antrieb, Drehstrom 440V, 60Hz., ca. 20 PS, Sitzplätze 16, Stehplätze 4, Total 20, Wagenlänge 5,2 Meter, Radstand 2,5 Meter, Leergewicht ca. 3 Tonnen, Bruttogewicht 4,5 Tonnen. Wurde durch Las Croabas II ersetzt Las Croabas II und III sind zwei parallele Anlagen. Eröffnet 1969, Hersteller Bell AG in Kriens/Luzern, Länge 169 und 167 Meter, Steigung min. 40%, max. 48% und 46,9%, Geschwindigkeit 1,5 Meter/Sekunde, elektrischer Antrieb, Motor Gleichstrom Ward-Leonard 40 PS, 1400 Umdreh./Minute, 20 Sitzplätze, 10 Stehplätze, total 30 Plätze, Wagenlänge 7,7 Meter, Radstand (2 Achsen) 3,0 Meter, Leergewicht 4,4 Tonnen, Bruttogewicht 6,7 Tonnen. Uebrige Daten wie Las Croabas I. Mexiko Acapulco: Hotel Puerto Arturo
Acapulco: Private Ferienwohnung
Acapulco ist auf Felsen gebaut. Deshalb hat es eine grosse Menge von Standseilbahnen, die man aber besser als Schräglifte bezeichnen sollte. So hat z.B. das Hotel Radisson auch einen solchen Schräglift, welcher die verschiedenen Ebenen des Hotels verbindet. Vila de García: Grutas de García Von dieser Standseilbahn sind nur wenige Informationen bekannt. Dr. John A. Kirchner hat 1978 einige Aufnahmen gemacht. Vila de García liegt in der Provinz Nueva León, etwa 40 km von der Hauptstadt der Provinz, Monterrey. Während vieler Jahre hat die Standseilbahn die Besucher der Tropfsteinhöhle García zu dem in der ersten Aufnahme rechts hoch oben am Berg gelegenen Höhleneingang gebracht. In der Zwischenzeit wurde die Bahn durch eine Luftseilbahn ersetzt. Die Höhendifferenz ist 750 Meter. Die mittlere Schiene der Bahn war ober- und unterhalb der Ausweiche gemeinsam. Der Antrieb war elektrisch. Die Fahrzeuge waren zweiachsig, mit einem Rad mit Rille aussen und einem flachen Rad aussen (System Abt). Die Aufnahmen (mit englischem Text) findet man unter: http://www.mexlist.com/photo/funicular/1.htm . Peru: Machu Picchu, Kraftwerkbahn
Von der Eisenbahnstation Machu Picchu führt die ehemalige Eisenbahnstrecke nach Quillabamba dem Fluss Urubamba entlang weitere ca. 11 km durch den Urwald. Am gegenwärtigen Endpunkt beim km 122 befindet sich das Wasserkraftwerk, die Central Hidroélectrica Machupicchu, der EGEMSA, Empresa de la Generación Eléctrica de Machupicchu. Von dort führt eine Standseilbahn zum Wasserschloss (der Stausee befindet sich oberhalb Machu Picchu bei km 107). Die Standseilbahn hat eine Länge von ca. 320 Meter. Die Steigung ist 80 %, die horizontale Länge somit 250 Meter, die Höhendifferenz 200 Meter. Das Zweiachsfahrzeug bietet auf vier Bänken 12 Passagieren Platz und hat keine Geländer und keine Notbremse. Es ist eine Windenbahn mit einem Wagen. Die Bahn dient dem Transport des Personals und von Material zum Wasserschloss. Bolivien: La Paz
Die höchstgelegene Hauptstadt der Welt erhielt die höchstgelegene Standseilbahn der Welt auf 3600 Meter über Meer (die zweithöchste Standseilbahn, bisheriger Rekordhalter, liegt in der Schweiz auf 3400 Meter über Meer und fährt als Métro Alpin oberhalb von Saas Fee). Die offizielle Eröffnung fand im März 2003 statt. Die Bahn verbindet die Stadt mit dem Museum Kusillo, welches zum Quipus-Kulturzentrum gehört, das auch ein Kunsthandwerkszentrum und eine Schule für Informatik enthält und später noch eine Cafeteria aufweisen wird. Finanziert wurden die USD330'000 für den Bahnbau zum grossen Teil von der spanischen Regierung, aber auch durch die lokalen Behörden, und die Quipus-Stiftung war bei der Suche nach weiteren Sponsoren behilflich. Die Bauzeit war vier Jahre. Die Fahrt dauert (leider, wegen der schönen Aussicht aus den Kabinen!) nur 45 Sekunden. Oben hat man eine prachtvolle Aussicht auf die Stadt. Das Fahrzeug ist blau und gelb bemalt. Ersteller ist die Liftfirma Otis. Die technischen Daten: Länge 48,3 m, Höhendifferenz 27.4 m, Neigung 37.4%, Geschwindigkeit 1.2 m/s, Fahrzeit 45 Sekunden, eine Kabine für 20 Personen oder 1500 kg. Nach neuesten Berichten (März 2006) ist der Hang ins rutschen geräten, die Stützen haben sich verbogen, und der Betrieb wurde eingestellt. Man sucht nun eine neue, stabilere Lage, um die Bahn wieder aufzubauen. Ein weiterer Link Foz de Iguaçu Im Jahre 1985 wurde zwischen Argentinien
und Brasilien der "Ponte Tancredo Neves" gebaut, wodurch die Fähre
fast überflüssig wurde. Als Folge davon stellte die Bahn
den Betrieb ein und existiert nicht mehr.
Im Mai 2011 erhielt der Webmaster von der Website Funimag einen Link zu einem Film, der neben Aufnahmen einer Fahrt durch den Panamakanal Bilder einer Feldbahn und einer Standseilbahn enthielt. Die Feldbahn, Estrada de Ferro Matte Larangeira, - der Name der Feldbahn stammt vom Gründer der Cia. Matte Larangeira, Thomas Larangeira, der sich dem Anbau und Vertrieb des Mate-Tees widmete - verkehrte von Guaíra, etwa 300 km nördlich von Foz de Iguaçu, auf einer Länge von 65 km in Richtung Foz de Iguaçu bis Porto Mendes. Von dort führte eine einfache Standseilbahn hinab zum Flussufer, die dem Transport von Waren vom Flussufer zu den Lagern auf dem Hügel diente. Ob die Standseilbahn im Film ein
Vorgänger der unten abgebildeten Standseilbahn ist, ist zwar durchaus möglich, doch ziemlich unsicher. Man kann annehmen, dass es mehrere solche Lastseilbahnen entlang dem Fluss gab.
Standseilbahnen im Teilstaat São Paulo Der Teilstaat São Paulo weist gleich vier Standseilbahnen auf: Santos, am Meer ist auf einer separaten Seite. Die nächste Bahn ist eine Kraftwerkbahn in Cubatão, und anschliessend über die Serra do Mar gab es die berühmte Dampfseilbahn ( Serra do Mar Incline) für die Züge von Santos nach São Paulo und Jundiai (ehemals São Paulo Railway). Auf der Strecke von São Paulo nach Jundiai lag dann in Caieiras die vierte Bahn. Cubatão : Kraftwerkbahn
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Caieiras ist eine Bahnstation ca. 50 km nördlich von São Paulo, früher an der São Paulo Railway von Santos nach Jundiai gelegen, heute an der Linie A der CPTM (S-Bahn von São Paulo), drei Stationen vor der Endstation Francisco Morato. Die Transportbahn der CMSP (Companhia de Melhoramente de São Paulo) verband die Bahnstation mit einer Kalkmine. Das in der Kalkmine abgebaute Kalziumkarbonat wurde dort von der CMSP in zwei Oefen in Kalk verwandelt, das für den Häuserbau verwendet wurde. Ursprünglich erfolgte der Transport zur Bahnstation mit Mauleseln, welche Karren zogen. Ab 1883 wurden Züge mit Dampfloks und Güterwagen, aber auch Personenwagen für den Transport der Arbeiter zur Kalkbrennerei, eingesetzt. Total war die Linie 5 km lang, davon 1 km als Transportbahn mit Seilantrieb, ähnlich der Serra do Mar Incline. Das System der Abt'schen Weiche konnte natürlich nicht verwendet werden, und so mussten die Weichen von Hand gestellt werden. Bahn und Kalkbrennerei existieren nicht mehr. Weitere Aufnahmen der Bahnstation Caieiras findet man unter http://www.icaieiras.com.br/main.php?programa=caieiras/historia/trens.php.
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