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FREUNDE LATEINAMERIKANISCHER BAHNEN FLB PR-ABTEILUNG: Samuel Rachdi, Bahnhof, CH-6422 Steinen SZ; Tel. +41/41/832.01.34; Fax +41/41/832.01.35 Email: info@fahrplancenter.com
VOLTA O TREM 10. Jahrgang, Nummer 1 20. Januar 2006
FLB-INTERN GENERALVERSAMMLUNG Am 25. Februar 2006 findet die 9. Generalversammlung
des FLB statt. Die Versammlung wird am bewährten Treffpunkt Quartierzentrum
Gutschick-Mattenbach in Winterthur abgehalten. Alle Mitglieder erhielten
mit dieser VoT die Einladung zur GV. Dazu wurden die Jahresberichte des
Präsidenten, des PR-Managers und des Kassiers abgegeben. Ausserdem
erfolgte die Abgabe der revidierten FLB-Vereinsstatuten, so wie sie an
der GV genehmigt werden müssen. In der Revision sind jene Punkte enthalten,
welche durch die Gründung der Genossenschaft AIFFLA Änderungen
erfahren.
TREN PANAMERICANO Die Registrierung der Interessenten für den Tren Panamericano läuft weiter. Es sind bereits 28 Personen auf der Liste, wovon knapp die Hälfte aus den Reihen des FLB. Die Interessenten stammen aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. Die ersten Infos sind in FCN Nummer 38 erschienen. Das 2. Informationsblatt ist in Arbeit, mit den Ergebnissen der Verhandlungen von Peter Lais mit der bolivianischen ENFE und anderen wichtigen Stellen. Diese Infos gehen nur noch an eingeschriebene Personen. Interessenten für den TREN PANAMERICANO lassen
sich bitte im Fahrplancenter oder bei FLB Präsident Peter Lais registrieren.
Registrierung unter Fax 0041/41/832 01.35 oder info@fahrplancenter.com
oder peter.lais@hispeed.ch.
SÜDAMERIKANISCHER EISENBAHNFRÜHLING! !!! Es geht weiter mit den Wiedereröffnungen !!!
ARGENTINIEN: Ausverkauft Tiefe Tarife und die schnell steigende
Nachfrage führen dazu, dass die Fernzüge in Argentinien diesen
Sommer (Dezember-März) völlig überfüllt verkehren und
teilweise schon Ende 2005 keine Fahrkarten mehr erhältlich waren -
bis Ende Februar! Besonders die Züge über längere Strecken
wie Buenos Aires - Tucumán, Buenos Aires - Posadas, Viedma - San
Carlos de Bariloche, doch auch die populäre Verbindung Buenos Aires
- Mar del Plata, gehören zu den überlasteten Strecken. Trotz
langer Fahrzeiten und nicht immer ganz fehlerfreier Fahrzeuge sind Fahrten
mit der Bahn wieder sehr beliebt. Denn die wirtschaftliche Entspannung
bringt es mit sich, dass viele Leute diese Sommerferien wieder zu ihren
Familien aufs Land fahren oder sich sogar einige Tage an der Atlantikküste
gönnen. Da aber die Flugpreise weitab des Erschwinglichen liegen und
die Bustarife auch relativ hoch sind, besonders seit der Erhöhung
der Treibstoffpreise, wandern die Leute zu den wenigen vorhandenen Zügen
ab, und da beginnt das Problem. Zu wenige Züge und je Zug keine ausreichende
Kapazität. Bei Buenos Aires - Tucumán liegt die Nachfrage bei
rund 5000 Passagieren in der Woche (die Unterwegshalte nicht eingerechnet),
doch Ferrocentral bietet gerade mal etwa 1600 Plätze; TEA bietet zwischen
Buenos Aires und Posadas etwa 3500 Plätze in der Woche, doch mit allen
Zwischenhalten liegt die Nachfrage im Sommer in der Woche bei etwa 7500.
Nach Mar del Plata schafft es Ferrobaires, etwa 60% aller Passagiere zu
befördern, nur bei den Fahrgästen der Pullman-Klasse kann man
alle mitnehmen. Ähnliche Zustände waren schon 2004 zu beobachten,
aber nicht in diesem Ausmass. Diese Umstände sind nun bis zur obersten
Stelle der Regierung durchgedrungen. In einer Notverordnung hat die Regierung
unter Präsident Kirchner nun die Wiedereinführung und Verbesserung
der Fernpersonenzüge zum Gesetz (!!!) gemacht. Immerhin ein weiterer
Schritt nach vorne, nachdem die bisherigen "Absichtserklärungen" beinahe
im Sand verlaufen waren. Zu diesem Zweck sind die ersten gebrauchten Fahrzeuge
aus Portugal bereits unterwegs. In der nächsten FCN wird der erwähnte
Text weitgehend wiedergegeben.
BRASILIEN Die nationale Verwaltung für Landtransport ANTT
hat grünes Licht zum Bau der Ferrovía Litorânea do Sul
gegeben. Die neue Strecke wird Vitória und Cachoeiro do Itapemirim
im Süden des Staates Espritio Santo verbinden. Sie wird die bisherige
kurvenreiche alte Strecke über Viana, Matilde und Vargem Alta überflüssig
machen. Der neue Streckenverlauf führt durch die Küstenebene
und wird stellenweise die Trasse der früheren Bahnstrecke Cachoeiro
do Itapemirim - Marataizes benützen, womit die Fahrzeit halbiert werden
und die Tonnage pro Zug wesentlich erhöht werden kann. Die Strecke
wird durch die Ferrovía Centro-Atlântica und die EF Vitõria
a Minas gebaut. Durch den neuen Streckenverlauf in Vitória wird
die alte Strecke frei für die geplante Stadtbahn.
Die alte ENFE ist tot, es lebe die EFE. Zur Empresa de los Ferrocarriles del Estado hat die Regierung von Ecuador die Staatsbahn umorganisiert, wobei sich aber nicht sehr viel geändert hat. Aber ein wenig schon! Erstmals wurde wieder Geld zur Verfügung gestellt, und dank der Vereinigung aller Gemeinden, welche ein grosses Interesse am Erhalt und Ausbau der Bahn haben und diesen sogar gerne selber durchführen würden, kann die Bahndirektion nicht mehr so einfach Geld unterschlagen, was der Bahn zu Gute kommt. So sind innert kurzer Zeit immerhin 30'000 Schwellen ausgewechselt worden. Dies wiederum scheint sofortige, wenigstens teilweise, Auswirkungen auf den Bahnverkehr zu haben. Nach Berichten ecuadorianischer Zeitungen nahm die Bahn schon im Laufe des vergangenen Jahres den Verkehr zwischen Primer Paso und Lita wieder auf; dies ist ein weiteres Teilstück der unterbrochenen Nordlinie zwischen Ibarra und San Lorenzo. Leider sind keine Informationen über den Fahrplan zu bekommen; eine Zeitung meldet, dass der Autoferro Freitags von Ibarra nach Lita und Samstags und Sonntags nur zwischen Ibarra und Primer Paso verkehre. Am 25. September 2005 fuhr der 7-Wagenzug
statt wie üblich nur von Quito nach Boliche am Cotopaxi weiter bis
nach Latacunga, 98 km südlich von Quito. Da jedoch diese Eröffnungsfahrt
nicht im voraus bekanntgegeben wurde, waren es nur etwa 10 Personen, die
von dieser neuen Verbindung Gebrauch machten, die anderen fast 300 Passagiere
stiegen alle zwischen Tambillo und Boliche aus. Man sieht, der Touristenzug
ist langsam zum Lokalzug verkommen. Die EFE verpasste es nicht nur, ihren
Passagieren die neue Verbindung schmackhaft zu machen, sie erzählte
offenbar auch sonst niemandem etwas, denn kurz vor Latacunga musste der
Zug über eine Stunde stehen bleiben, da parkierte Lkws die Weiterfahrt
verunmöglichten. Bei der Einfahrt in den Bahnhof Latacunga entgleiste
die Lok mit den ersten zwei Wagen auf der ersten Weiche. Eine echt ecuadorianische
Ankunft! Auch dies soll inzwischen eine wöchentliche Verbindung geworden
sein, doch Einzelheiten sind leider weiterhin nicht in Erfahrung zu bringen.
Unter dem Namen "Tren de la Montaña"
betreibt die Firma Técnica Natural des Gründers Daniel Castelblanco
diesen Zug. Das Fahrzeug ist ein kleiner offener Triebwagen mit 24 Plätzen.
Die Strecke beginnt in Facatativá an der Strecke Bogotá -
Santa Marta, 94 km von der Hauptstadt entfernt, und führt über
Cisneros, Zipacón, Sebastopol, Tablanca und La Florida ins 40 km
entfernte Cachipay. Die befahrene Strecke ist der nördlichste Teil
der einstigen Linie Facatativá - Girardot - Neiva. Die Fahrten finden
täglich statt, ausser es finden sich keine Fahrgäste ein. Abfahrt
in Facatativá ist um 09.00 Uhr, mit Rückkehr um 17.00 Uhr.
Die Fahrt dauert 1 Std. 20 Min. je Richtung und der Fahrpreis bewegt sich
zwischen 8000 und 23‘000 Pesos, je nach Distanz, und ob einfach oder Hin-
und Rückfahrt.
PERU Ganz überraschend hat Ferrocarril Central Andino FCCA bekannt gegeben, dass sie ab 13. April bis Ende November 2006 wöchentlich ein Zugpaar zwischen Lima und Huancayo anbieten wird. Die Abfahrt ab Lima wird jeweils Freitag um 07.00 Uhr sein, die Fahrzeit bis Huancayo 11 Stunden. Bei langen Wochenenden, Mitte April und Ende Juni, verkehrt der Zug schon am Donnerstag. Die Rückfahrt wird jeweils Sonntag um 18.00 Uhr ab Huancayo beginnen, mit einer Ankunft um 05.00 Uhr in Lima. Damit wird auch dem Wochenendverkehr der Stadtbevölkerung von Lima Rechnung getragen. Der Fahrpreis wurde allerdings wesentlich erhöht, und die Rückfahrkarte kostet neu USD48 (Nueves Soles168). In Chosica kann man neu zusteigen, bzw. auf der Fahrt ab Huancayo aussteigen. In San Bartolomé und La Oroya werden ebenfalls fahrplanmässige Halte eingelegt; diese sind jedoch keine Tarifpunkte. Immerhin können wir in dieser Wiederbelebung eines regelmässigen Verkehrs auf dieser Strecke auch die Erfüllung einer Forderung von FLB sehen; die Proteste und Vorschläge waren nicht umsonst. Eingestellt wurde der Zug zwischen Lima
und San Bartolomé. Ebenso sollen der Nahverkehrszug Chosica - Callao
und der Touristenzug La Oroya - Cerro de Pasco weiterhin nicht verkehren.
Haben Sie noch Übersicht über
die unzähligen Projekte für neue Züge und Strecken in Lateinamerika?
Die Liste scheint endlos zu werden. 2006 soll deshalb eine Arbeit ausgeführt
werden, in welcher alle diese Projekte erfasst werden sollen. Haben auch
Sie von solchen Projekten gehört? Hinweise sind jederzeit willkommen,
z.B. an info@fahrplancenter.com
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