FREUNDE 
 
LATEINAMERIKANISCHER BAHNEN
 
FLB 
 
PR-ABTEILUNG: Samuel Rachdi, Bahnhof,
 
CH-6422 Steinen SZ; Tel. +41/41/832.01.34; Fax +41/41/832.01.35
 
Email: info@fahrplancenter.com
  
 
AFE Uruguay: um den Personenverkehr aufrecht zu halten, werden selbst "Unfallopfer" 
wie die Ganz-Mávag Lokomotive 906 wieder aufgebaut. Foto M. Benoit, Montevideo
  
  
VOLTA O TREM
10. Jahrgang, Nummer 3
1. August 2006
  
FLB NEWS
FAHRPLANCENTER NEWS
DIE NÄCHSTEN FLB-ANLÄSSE
  
 
 
DER FLB-VORSTAND TRIFFT SICH
 
Am 22.04.2006, 13.30 im QZ Gutschick, Winterthur
 
Am 23.09.2006, 13.30 im QZ Gutschick, Winterthur
 
Am 11.11.2006, 13.30 im QZ Gutschick, Winterthur
 
Am 24.02.2007, 13.30 im QZ Gutschick, Winterthur
 
Vorstandsmitglieder melden sich bitte 
immer auch an, bzw., wenn eine 
Teilnahme nicht möglich ist, ab! Danke!
  
DAS FAHRPLANCENTER ONLINE: www.fahrplancenter.com
 
Bestellungen, Anmeldungen usw. sind auch über e-mail möglich unter:
 
info@fahrplancenter.com
 


 
 DER FLB IST ONLINE UNTER: 
www.ferrolatino.ch
DIE NÄCHSTEN TREFFS DES FLB

23.09.2006  Treff in Winterthur; Aktualitäten aus Lateinamerika; Wer hat noch Beiträge anzubieten?

11.11.2006  Treff in Winterthur; Thema noch nicht bekannt; Wer hat noch Beiträge anzubieten?

24.02.2007  Generalversammlung des FLB 
in Winterthur; mit Dia-Vortrag 
von Dieter Hauss aus Frankfurt
 



 
 
EIN SERVICE DES FLB
 
gemeinsam mit dem FAHRPLANCENTER.
 
ALLE FAHRPLÄNE DER LATEINAMERIKANISCHEN LANG- UND MITTELSTRECKENZÜGE, IMMER AUF DEM NEUESTEN STAND, JETZT AUF EINER EINZIGEN HOMEPAGE! KONSULTIEREN SIE
 
http://www.fahrplancenter.com/FahrplanLatino.html
 
UND KLICKEN SIE DAS GEWÜNSCHTE LAND AN.
 
In Deutsch; In English; En Castellano; 
Em Português-Brasileiro
 


 
 
 
 
RAILWAYS OF BOLIVIA
 
Von Ch. Walker und D. Binns, über 128 Seiten, reich schwarz/ weiss illustriert, die Geschichte der Bahnen in Bolivien bis heute. Das Buch entstand mit Hilfe von FLB Mitgliedern, bes. Peter Lais, es enthält Informationen über die ganze Fahrzeuggeschichte, die Bahngeschichte, Fahrzeuglisten, Bahnhofslisten, Zeichnungen und zahlreiche schwarz/weiss- und Farbbilder. Das Buch ist lieferbar zum Preis 
von CHF58.60 / €39,10 plus Porto.
  
 
LAUFEND NEUE BÜCHER 
ÜBER LATEINAMERIKA!
 
Im Fahrplancenter; 
Preise ohne Porto und Verpackung
 
West of Minas Narrow Gauge (Brasilien) CHF50.30 
 
The Barbados Railway CHF28.60 
 
The Railways of Chile Vol. 1-5, je CHF27.00
 
MRS Logística (aus Brasilien) CHF64.50
 
Locomotivas Articuladas no Brasil CHF66.00
 
Railways of Cuba (Simms)Vol.1,
die 1960&1970er Jahre CHF 33.00
 
Railways of Cuba (Simms) Vol.2, 
die 1980er bis heute CHF 33.00
 
The St Kitt’s Railway CHF29.00
 
The Landsspoorweg (Surinam) 
1902-2002, CHF31.50
 
Narrow Gauge in Colombia CHF52.40
 
Photo CD-ROM über Bahnen in Mexico üb. 770 Bilder 1970 bis 2000, unterschiedliche Qualität CHF10.00
 
Los Caminos de Hierro de Yaguajay 
(Cuba) CHF27.00
 
Rails through the Amazon 
(Harman;Geschichte b.1970) CHF35.70
 
NOCHMALS ERHÄLTLICH 
(nur beschränkte Mengen!):
 
The Antofagasta and Bolivia Railway CHF34.00
 
La Trochita von Sepiurka u. Miglioli CHF79.00 
(letzte Exemplare!)
 
NICHT MEHR LIEFERBARE TITEL:
 
NRHS Bulletins 63 und 64 mit Beiträgen zu Kuba
 
Central Railway of Peru & the 
Cerro de Pasco Railway D. Binns
 
A Estrada de Ferro Vitória a Minas 
e su Locomotivas Bände 1 & 2
  
  
  
FLB-INTERN
  
NEUES MITGLIED
 
Im Mai 2006 trat uns Herr Reinhard Zeller aus Kaindorf in Österreich bei. Herzlich willkommen Herr Zeller, wir hoffen sehr das Ihnen der FLB einiges bieten kann und freuen uns Sie vielleicht auch einmal persönlich kennen zu lernen. 
 

MITGLIEDERLISTE

 
Das Echo auf die Umfrage zur Veröffentlichung der Mitgliederliste an alle FLB-Mitglieder wurde nur von wenigen Mitgliedern beantwortet, und alle haben sich zustimmend geäussert; einzig Beruf, Vermögenssituation und Alter sollen nicht weitergegeben werden. Nachdem diese Fakten aber beim FLB gar nicht registriert sind, ist die Liste entsprechend unbedenklich. Sie enthält ja nur Namen, komplette Adressen, und e-mailadressen, für die öffentliche Liste wurden die Telefonnummern weggelassen, um unnötige Belästigungen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu verhindern. Der per E-Mail und Post versandten VoT liegt die gültige Liste bei. Alle Mitglieder sind aufgerufen die Angaben zu prüfen und allfällige Änderungen an info@fahrplancenter.com oder per Fax an +41/41/832.01.35 zu senden.
 
TREN PANAMERICANO
 
Wie schnell sich alles ändern kann: Der Tren Panamericano muss bis auf weiteres auf "Eis gelegt" werden, denn es haben sich in den vergangenen Wochen sehr viele Dinge ereignet, welche dieses Projekt für 2007 unwahrscheinlich machen. In Bolivien werden die Eisenbahnen wieder verstaatlicht, in Brasilien gab es ebenfalls eine Handänderung und staatlich auferlegte Restriktionen aus technischen Gründen und die Bahn von La Paz nach Arica steht im Moment auch ganz still. Alle FLB-Mitglieder erhalten zu dieser Volta o Trem per e-mail oder Post die Panamericano Info Nummer 3 mit den Details zur Situation.
  
  
LATEINAMERIKA - NEWS
  
SÜDAMERIKANISCHER EISENBAHNFRÜHLING!
 
Es geht weiter mit den (Wieder-)eröffnungen !
 
In Argentinien hat Ferrocentral für den verkehrsreichen Juli das Fahrtenangebot des "Estrella del Norte"
Buenos Aires - Tucumán von 1 auf 2 Zugpaare in der Woche verdoppelt; dies soll auch Mitte Dezember bis Mitte März geschehen. Die Fahrkarten für den zusätzlichen Zug während der 4 Wochen waren innerhalb einer Woche verkauft! Ferrobaires hat mit dem "Expreso del Atlántico" eine komplett modernisierte und komfortablere Komposition (etwa wie der "Marplatense") in Betrieb genommen; er verkehrte den Juli hindurch zweimal wöchentlich und wird im Sommer (Dezember-März) wieder zwischen Buenos Aires und Mar del Plata zum Einsatz kommen. Ferrobaires/UEPFP hat zwischen Junín und Vedia im Nordwesten der Provinz Buenos Aires den Personenverkehr, ein Zugpaar in der Woche, wieder aufgenommen. Der "Tren a las Nubes" Salta - Viaducto La Polvorilla soll Anfang 2007 wieder fahren, die Streckensanierung hat begonnen und ein neues Betreiberkonsortium wurde gefunden.
  
In Brasilien soll der "Trem do Pantanal" definitiv Ende 2006 auf dem 88 km langen Abschnitt nach Porto Esperança in Betrieb genommen werden, ausser den beiden Bahnhöfen Corumbá und Porto Esperança.
  
Im Frühjahr 2006 wurde der Touristenzug San José - Calderas in Costa Rica wenigstens teilweise wieder in Betrieb genommen, und Samstag und Sonntag verkehrt er zwischen San José und Balsa de Atenas. 
  
In Honduras verkehren wieder unregelmässig Personenzüge ab San Pedro Sula, siehe Beitrag.
  
  
CHILE
 
Meldungen von unserem Korrespondenten Nicolas Müller in Talca
 
Der Ramal Talca - Constitución hat wieder einmal Probleme, verursacht durch Erdrutsche nach anhaltenden Regenfällen. Von Talca bis Gonzalez Bastías konnte der Verkehr weiterhin durchgeführt werden. Nun konnte ein Triebwagen nach Constitución überführt werden, womit auch von dort aus ein Inselbetrieb durchgeführt werden kann. Man spricht von einem Unterbruch von 2-4 Wochen, was jedoch aufgrund der benötigten Gelder, man spricht von USD1-2 Mio., illusorisch erscheint. Die örtlichen Behörden reden von USD0,8-1Mio., um die schlimmsten Schäden zu beheben; die EFE rechnet mit Kosten von USD1,2Mio., und regionale Parlamentarier rechnen mit USD2Mio., damit die Strecke auch im Winter definitiv betriebssicher bleibt. Eine Stilllegung der Strecke steht auf keinen Fall zur Diskussion!
 
Aufgrund der Gas- und Benzinprobleme mit Argentinien wurde die Ausschreibung zum Wiederaufbau des Transandino Central Los Andes - Grenze - Mendoza auf unbestimmte Zeit verschoben.
 
Auf der EFE Hauptstrecke Santiago - Chillán, zwischen Chimbarongo und Teno wird derzeit die Bahnstrecke auf einem längst (vor Pinochets Zeiten) vorbereiteten Trasse entlang der Panamericana neu verlegt. Damit werden Kurven beseitigt, und es kann mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden. Derzeit werden Schienen verlegt und die Oberleitung montiert und eine vorhandene, jedoch beschädigte Brücke, saniert.
 
Im Abschnitt Chillán - Temuco haben Hochwasser die Hauptstrecke schwer beschädigt und den Verkehr unterbrochen; hier müssen Schäden für über USD1 Mio. beseitigt werden.
 
Die Preispolitik der EFE hat sich sehr zu ungunsten der Bahnpassagiere entwickelt, und man bezahlt nun schon fast das Doppelte als mit dem Bus, und dies trotz der vielen Unterbrüche durch Naturereignisse und Baustellen, und die Rückerstattung des Fahrpreises, wie vorgesehen, läuft alles andere als problemlos. Es ist fraglich, wie lange auf diese Art der Passagierverkehr der EFE, bei solchen Preisen und Dienstleistungen, eine Zukunft hat.
 
 
COSTA RICA
 
Bahn kommt wieder!
 
Die Hartnäckigkeit des Präsidenten von Incofer, Carabaguiaz, und die stetig steigenden Benzinkosten haben die Regierung Costa Ricas dazu gebracht, "um jeden Preis" die Strecken der Staatsbahn instand zu setzen und den Güterverkehr und Personenverkehr wo immer möglich zurück auf die Schiene zu bringen.
 
Im Frühjahr 2006 nahm der Touristenzug auf der Pazifikbahn wieder den Verkehr auf, allerdings wegen Schäden an den Geleisen nur zwischen San José und Balsa de Atenas, Güterzüge verkehren vereinzelt wieder bis Calderas. Allerdings hat die Ministerin für Transport am 25. Juli 2006 eine genaue Untersuchung der Geleise auf dem Abschnitt des Touristenzuges verlangt, um die Sicherheit der Passagiere zu garantieren. Der Zug transportiert je Fahrt 400 Passagiere!
 
Die Regierung hat erreicht, von der EU €667'000 geschenkt zu bekommen; damit wird die Strecke San José - Heredia - Tibás saniert. Die Arbeiten wurden zwar schon 2005 begonnen, doch die Schäden, besonders an einer Brücke, und die Notwendigkeit stellenweise neue Schienen einzusetzen, haben die bisherigen Finanzmöglichkeiten von Incofer und der Regierung überstiegen. Doch man sucht im Lande selber auch nach Geldern, und das Wirtschaftsministerium konnte fast eine Million Euro (über 650 Mio. Colones) locker machen, womit vorwiegend die Pazifikstrecke saniert wird. Eine Stahlbrücke in Cinco Esquinas de Tibás konnte Incofer mit eigenen Mitteln (rund 20 Mio. Colones) wieder aufbauen, und am 16. Juni 2006 fuhr zum ersten Mal eine Lokomotive in Schrittgeschwindigkeit die ganze Strecke ab, ohne zu entgleisen! Doch die Schienen befinden sich noch in haarsträubendem Zustand.
 
Doch auch im Güterverkehr hat Incofer Präsident Miguel Carabaguiaz viel erreicht. Auf der Pazifikstrecke verkehrt regelmässig ein Zug mit 15 Wagenladungen Soja zwischen Barrancas und Alajuela. Auf dem Atlantiknetz verkehren Güterzüge zwischen Limón und Guápiles und zwischen Siquirres, Limón und Fortuna (Valle de la Estrella): In den ersten 6 Monaten von 2006 wurden 3,5 Millionen Karton Bananen und 40 Tonnen Stahl transportiert, zehnmal mehr Güter als in der selben Zeit 2005!
 
In den 8 Monaten, seit Einführung des regulären Vorortsverkehrs zwischen Pavas und San José ereigneten sich 20 Kollisionen an den zahlreichen Bahnübergängen der Strecke. Incofer verfügt nicht über die Geldmittel, um Schranken oder Lichtsignale aufzustellen. Die Presse des Landes wird nicht müde, die Autofahrer über die Gefahren an diesen Übergängen aufzuklären, doch der Erfolg ist mässig. Die Bahn muss zwar niemandem das zerstörte Auto bezahlen, obwohl es fehlbare Lenker gibt, welche dies verlangen (!!!), doch die Reparaturen an den Bahnfahrzeugen gehen jedesmal ins Geld. Nun steht die Forderung bei der Regierung, solchen Autofahrern sofort den Führerschein zu entziehen, und ein neuer Führerschein soll erst nach Ablauf von 3 Jahren wieder gemacht werden können.
 
Incofer beschäftigt wieder 1150 Angestellte (2001 waren es nur 320), und auf 325 km Strecken verkehren Züge, wenn auch oft nur äusserst langsam, des schlechten Zustandes der Geleise wegen. Dank des relativ regen Güterverkehrs schafft es die Bahn, die Gehälter zu bezahlen.
 
Die Regierung will die Infrastruktur ausbauen und den Personen- und Güterverkehr konzessionieren, wofür bereits das tschechische Unternehmen Inekon Interesse gezeigt hat.
  
  
HONDURAS
  
Die Bahn kommt wieder!
  
Anfang Juni 2006, zu den Feierlichkeiten der Johannestage, welche auch in Honduras begangen werden, verkehrten erstmals wieder Personenzüge, nach über einem Jahr ohne solchen Verkehr im Lande. Es handelte sich allerdings eher um einen Vorortszug, welcher viermal täglich zwischen Campo Agas und dem Zentrum von San Pedro Sula verkehrte; bei Bedarf wurden zusätzliche Fahrten eingelegt. Der Fahrpreis betrug 5 Lempiras 
(etwa €0,20), und die Züge mit jeweils 4 Wagen wurden von der Bevölkerung sehr intensiv genutzt.
 
Bereits im Mai begann die Nationalbahn FNH die Strecke von San Pedro Sula nach Puerto Cortés zu reparieren, aber vorerst nur, um wieder gelegentlichen Güterverkehr durchzuführen. Immerhin stehen der Bahn 200'000 Lempiras zur Verfügung. In einem zweiten Akt, werden ab Mitte Juni alle Brücken kontrolliert und die schlimmsten Stellen im Geleise ausgebessert, denn man will noch 2006 auch Personenverkehr zwischen San Pedro Sula und Puerto Cortés einführen. Die Fahrkarten werden 25% billiger, als für den Bus.
 
Tela wird ebenfalls als weiteres Ziel anvisiert, doch dies könnte noch dauern, denn in Progreso wurden in den vergangenen Monaten Strassen neu asphaltiert; dabei hat man im Bereich der vielen Bahnübergänge einfach die Schienen herausgerissen (nicht asphaltiert, wie sonst üblich). Doch eine Abgeordnete in der Regierung, Norma Calderón, will noch mehr Geld für die Bahn auftreiben, um auch diese Strecke wieder in Betrieb zu bekommen.
  
  
MEXIKO
  
Wiederaufbau
  
Vor über einem Jahr hatte Hurrikan "Stan" in Chiapas gewütet und lange Abschnitte der Bahnstrecke Ixtepec - Tapachula wurden verwüstet. Alleine 60 grössere und kleinere Brücken sind zerstört. Diese Linie ist jedoch der einzige Bahnanschluss nach Guatemala und hat auch strategische Bedeutung für Mexiko. Sie war zudem eine der wenigen Strecken mit Personenverkehr. Der wöchentliche Personenzug, gebildet aus Wagen der 2. Klasse, ursprünglich für Vorortsverkehr gebaut, mit Einstiegen für Hochbahnsteige, nur gibt es hier meist gar keine Bahnsteige, ist für die Landbevölkerung der zahlreichen kleinen Orte überlebenswichtig. Der Bahnbetreiber Compaña del Ferrocarril Chiapas - Mayab CFCM, wollte aus Kostengründen die Strecke nicht wieder aufbauen, denn die Kosten belaufen sich auf mindestens USD27Mio. Doch Druck aus dem Staat Chiapas und von den (allerdings nicht sehr vielen) Güterkunden, und auch von Seiten der Armee, haben nun die Bundesregierung dazu gebracht, 90% der Kosten zu tragen, 10% müssen durch CFCM aufgebracht werden. Bis die Strecke jedoch wieder in Betrieb sein wird, kann es noch über ein Jahr dauern.
  
  
PERU
 
Mit FCCA nach Huancayo: Kaum....
 
FCCA hat jeden Kredit verspielt. Um den 10. Juni 2006 kam die Mitteilung, dass die wöchentlichen Fahrten nach Huancayo ausfallen und zwar alle bis Ende November 2006. Eine Begründung wurde nicht gegeben. Stattdessen wurden je für das letzte Wochenende der Monate Juni und Juli 2006 Fahrten angekündigt, wobei jene Ende Juni auch stattfand. Noch ist nicht bekannt, ob jene von Ende Juli ebenfalls stattfand; es gab keine weitere Werbung mehr dafür. Durch dieses Vorgehen wurden alle potenziellen Passagiere abgeschreckt, zumal so kurzfristig Umbuchungen nicht mehr möglich waren. Das Fahrplancenter stellt jegliche Werbung für diesen Zug ein, bis sich die Situation mit einem neuen Betreiber geändert hat; mit FCCA ist leider keine vernünftige Zusammenarbeit mehr möglich. FLB und AIFFLA stehen weiterhin als Berater zur Verfügung; ein zuverlässiges Betriebskonzept wurde ja schon ausgearbeitet.
   
KURZ GEMELDET
 
In Argentinien wurde der Bau einer Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke Buenos Aires - Rosario - Córdoba ausgeschrieben. Unter anderen Firmen bewerben sich auch CAF (Spanien), Siemens (Deutschland) und Alstom (Frankreich) um den Zuschlag. Die Stadt Santa Fé verlangt ebenfalls einen Anschluss an diese neue Bahn.
  
In Brasilien investiert das Tourismusministerium immer mehr in touristische oder historische Bahnen; nach Ramiz Galvão in Rio Grande do Sul erhält auch der Trem do Pantanal Geld aus dieser Quelle. Nun hat eine Initiative aus dem Staat Minas Gerais Antrag auf Unterstützung zur Wiederinbetriebnahme des "Trem Mineiro" auf der Strecke Barra Mansa - Lavras gestellt, und die Aussichten auf Unterstützung sollen gut sein.
  
In Kuba hat die Staatsbahn UFC einen 10 km langen Abschnitt der Südstrecke Habana - Cienfuegos saniert. Dieser Abschnitt, Km 214 bis 224 von Habana entfernt, war wegen des schlechten Gleiszustandes für Verspätungen fast aller Züge auf dieser Strecke verantwortlich, und Entgleisungen häuften sich hier in jüngster Zeit. Im weiteren haben Reparaturen an den "Elevados", der zum Hauptbahnhof Habana führenden hochgelegenen Bahnstrecke, begonnen. Das Bauwerk wies immer mehr Schäden auf und kann schon seit Jahren nur noch sehr langsam befahren werden.
  
In Mexiko soll die rund 100 km lange Bahnstrecke von Chontalpa (an der Bahn Coatzacoalcos - Campeche) zum Hafen Dos Bocas bei Paraíso an der Karibikküste im Staat Tabasco endlich erbaut werden. Die Grundstücke sind schon seit fast 40 Jahren dafür vorhanden und vor rund 25 Jahren wurde bereits das Planum für die Geleise erstellt. Der Hafen von Dos Bocas ist der wichtigste Erdölhafen im Süden Mexikos. 
  
Die Eisenbahn in Paraguay steht vor einer unsicheren Zu-kunft. Der Güterverkehr (nur im Bahnhof Encarnación) und der sonntägliche Touristenzug ab Asunción decken nur gerade 60% der Kosten. Wenn sich keine Lösung findet kann es sein, dass der Betrieb 2007 eingestellt wird. Auf der anderen Seite gibt es Bestrebungen, die Strassenbahn in Asunción wieder in Betrieb zu nehmen, drei ex-Brüssel Wagen seien einsatzfähig, und an einigen Stellen wird das Geleise repariert.
 
Die Regierung von Trinidad hat den Bau einer elektrischen Vorortsbahn ab Port-of-Spain international ausgeschrieben. Langfristig soll diese Bahn über die ganze Insel reichen und wieder beinahe das ganze ehemalige  Bahnnetz aufleben lassen.
 
Der neue Fahrplan der AFE Uruguay wurde so unrealistisch gestaltet, dass nun nahezu alle Züge verspätet verkehren; zudem wurden die Fahrzeiten der Strecke nach Victor Sudriers so verschoben, dass zu den abendlichen Hauptverkehrszeiten kaum mehr geeignete Verbindungen bestehen.
  
.... und dann noch so etwas
  
Ratas y Cucarachas
  
Der Tren Francés der kubanischen Staatsbahn UFC zwischen Habana und Santiago de Cuba hat "ganz besondere Fahrgäste". Der Mangel an Desinfektionsmitteln und das Vorhandensein von Essensresten in den Wagen haben dazu geführt, das in diesem Nachtzug nicht nur bei jeder Fahrt über 1'000 Menschen mit Fahrkarte reisen, sondern auch Ratten und Küchenschaben, diese allerdings auf "Freifahrtschein". Dies kam zu Tage, als Ende Juni 2006 ein unabhängiger Journalist bei einer Reise mit diesem Zug eine etwas unangenehme Begegnung mit einer mitreisenden Ratte hatte. Sie biss ihn in die Zehe. Um einer Infektion vorzubeugen musste der Journalist in Habana für 21 Tage zur Beobachtung ins Krankenhaus, die Ratte hingegen konnte ungehindert weiterreisen...!
  
Solche und ähnliche Vorkommnisse auf den Schienen Lateinamerikas werden vom Fahrplancenter gesammelt und sollen in einem Heft unter dem Titel "Wahre Eisenbahngeschichten aus Lateinamerika" erscheinen. Haben auch Sie solche oder ähnliche Geschichten dafür?
  
  
  
DATEN GESUCHT
 
Neil Robinson aus England wird mit Hilfe des Archivs des Fahrplancenters eine ganze Serie EISENBAHNHISTORISCHER EISENBAHNATLANTEN herausgeben. 
 
Nebst dem Band eins "Naher Osten" befindet sich ein Band "Nördliches Südamerika" in Arbeit. Diese Atlanten enthalten das Gesamtnetz jedes Landes in seiner einst grössten Ausdehnung, alle Bahnhöfe, wenn möglich mit detaillierten Distanzen, Eröffnungsdaten und die Daten der Einstellung des Personen- und Güterverkehrs und weitere wichtige Daten, sowie Spurweiten usw. Wenn möglich nicht nur die öffentlichen Bahnen, auch Industriebahnen, Strassenbahnen usw.
  
Für den besagten Band für Südamerika, welcher die drei Guyanas, Venezuela, Kolumbien, Ecuador und Brasilien umfassen wird werden folgende Informationen gesucht:
  
Ecuador: Stationslisten, besonders zur Strecke Quito - Ibarra - San Lorenzo und den isolierten kleinen Bahnen an der Küste.
  
Guiane française: alle Informationen.
 
Guyana (ex-Britisch): Daten zu den Inlandstrecken um Wismar usw.
 
Venezuela: Alle Daten zu den früheren Bahngesellschaften, welche in den 1950er und 1960er Jahren aufgelassen wurden.
 
Vielleicht hat jemand noch von den typischen Papierstreifen Fahrkarten; diese führen alle Bahnhöfe und Halte auf, Fotokopien davon wären äusserst hilfreich. Vielen Dank!
  
 
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