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FREUNDE LATEINAMERIKANISCHER BAHNEN FLB PR-ABTEILUNG: Samuel Rachdi, Bahnhof, CH-6422 Steinen SZ; Tel. +41/41/832.01.34; Fax +41/41/832.01.35 Email: info@fahrplancenter.com
VOLTA O TREM 10. Jahrgang, Nummer 4 20. September 2006
FLB Intern FLB Studienreise 2007 Im Herbst 2007 findet erneut eine FLB-Studienreise statt, mit dem Themenbereich "Süd-Brasilien". Dabei werden folgende Bahnen besucht: Campinas - Jaguariúna, Trams in São Paulo, Itatinga und Santos, Campos do Jordão, Serra Verde Express Curitiba - Morretes; Paranapiacaba, Marcelino Ramos - Piratuba, Trem do Vinho; Rio Negrinho - Rio Natal; Tubarão, aber auch Vorortsbahnen in São Paulo und Porto Alegre, Standseilbahn Monte Serrat in Santos und vieles mehr stehen auf dem Programm. Dies alles in 3 Wochen ab dem 02. November 2007. Das Detailprogramm und die Preise stehen in Kürze fest und können schon jetzt bestellt werden bei info@fahrplancenter.com oder bei info@cometreisen.ch, Versand erfolgt sofort nach Fertigstellung des Programms. Brasilien
Vor rund 30 Jahren hatte die FEPASA im Staat São Paulo die ehemalige Mogiana-Strecke von Campinas nach Norden komplett neu trassiert, um die Geleise aus den besiedelten Gebieten von Campinas und den nördlich angrenzenden Gemeinden zu nehmen. Dies wurde damals unter grossem Applaus durch die Gemeinden durchgeführt und in Jaguariúna ging man soweit, selbst den Viadukt über die Avenida Marginal zu entfernen. Als einige Jahre später die ABPF (Brasilianische Vereinigung zum Erhalt der Eisenbahngeschichte) den Verkehr ab dem Bahnhof Anhumas in Campinas aufnahm, stand zwar immer Jaguariúna als Ziel angegeben, doch die Züge endeten in Carlos Gomez, einer Station 1500 Meter südlich von Jaguariúna, und die Hoffnung, den wirklichen Bahnhof Jaguariúna je zu erreichen, war sehr klein. Doch die allgemeine Rückbesinnung auf die Bahn hat auch hier ein Umdenken verursacht. Für BRR1,8 Mio., welche die Stadt aufbrachte, wurde der 600 Meter lange Viadukt wieder komplett und wesentlich moderner aufgebaut und das Geleise wieder in den alten Bahnhof Jaguariúna im Stadtzentrum verlegt; ebenso wurden Wasserturm und Drehscheibe wieder aufgebaut. In erster Linie sollen hier die Dampfzüge der ABPF jedes Wochenende zwischen Campinas Anhumas und Jaguariúna verkehren, doch die Gemeinde will noch weiter gehen. Da in Anhumas die Bahn an einem idealen Ort mit sehr vielen Arbeitsplätzen endet, möchte die Gemeinde Jaguariúna, eventuell unter Regie der ABPF, einen täglichen Lokalzugverkehr einführen, um den Strassenverkehr zu entlasten. Doch bis es soweit ist, hat die Maria-Fumaça freie Fahrt. Am 12. September 2006 fand die erste Fahrt statt (siehe Bild), ab 6. Oktober 2006 werden alle Züge den alten Bahnhof Jaguariúna bedienen. Die Museumsbahn erfreut sich sehr grosser Beliebtheit, und volle Züge mit 8 bis 12 Wagen sind keine Seltenheit. ABPF fährt weiter Nach einer erfolgreichen Probezeit wurde der ABPF die definitive Betriebsbewilligung für den Dampfzugverkehr Marcelino Ramos - Piratuba erteilt. Die ersten 24 Monate werden jeweils von der Zulassungsbehörde der ANTT sehr genau beobachtet, ob technisch bei Fahrzeugen und Infrastruktur alles in Ordnung ist, die erforderlichen Versicherungen abgeschlossen sind und wie sich der Betrieb bewährt. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erfolgt die dauerhafte Bewilligung, welche ABPF für diese Strecke neulich erhielt. Die Bewilligung umfasst "den Betrieb eines nicht täglichen Personenzuges zwischen Marcelino Ramos und Piratuba". Diese Bahnverbindung geht auf eine Empfehlung des FLB zurück, die Bahnstrecke Marcelino Ramos - União da Vitória nicht stillzulegen, sondern für Bahnverkehr offen zu halten. Und noch ein neuer Betrieb von ABPF In Paranapiacaba, an der berühmten Steilstrecke São Paulo - Santos, wurde Mitte 2006 ein touristischer Verkehr, bestehend aus einer Dampflok und einem Personenwagen aufgenommen. Die Fahrten führen durch das Bahnhofsgelände mit dem charakteristischen Uhrturm des Bahnhofes von Paranapiacaba und finden jedes Wochenende statt. Da die New Serra Seilebene möglicherweise in ein Transportband für Eisenerz nach Santos umgebaut wird, ist die oberste Sektion möglicherweise bedroht. Besuchen Sie diesen Ort so bald als möglich. Man erreicht in mit dem elektrischen Vorortszug der CPTM von São Paulo bis Rio Grande da Serra, und von dort per Bus. Mariana - Ouro Preto Dieser Touristenzug der FCA erfreut sich grosser Beliebtheit. Zwar wurde wegen Unterhaltsarbeiten die Dampflok für mehrere Wochen abgestellt, doch auch die eingesetzte Diesellok der FCA scheint die Attraktivität des Zuges nicht zu mindern. Die zweite Dampflok steht noch immer in Tubarão und befindet sich in Reparatur; erst wenn diese nach Ouro Preto gebracht werden kann, werden ganzjährig Fahrten mit Dampfbetrieb möglich sein. Morretes - Antonina Am Wochenende vom 16. und 17. September 2006 fand die offizielle Wiedereröffnung der Bahnstrecke Morretes - Antonina im Personenverkehr statt. Der Betrieb wird durch die ABPF Division Paraná durchgeführt, wofür der Triebwagen (Litorina) MAN von 1938 eingesetzt wird. Die 17 km lange Strecke vom Hochland von Morretes zum Hafenstädtchen Antonina wird in rund 45 Min. befahren. Jeden Samstag und Sonntag, sowie an allen lokalen und nationalen Feiertagen verkehrt der Triebwagen ab Morretes um 11.30 und 15.30, ab Antonina um 09.30 und 13.30, der einfache Fahrpreis beträgt BRR11 und die Hin- und Rückfahrt BRR17. Es kann sein, das bei entsprechend grosser Nachfrage entweder ein Beiwagen zum Triebwagen oder gar ein Zug aus Lok und Wagen zum Einsatz kommen wird. Der Betrieb läuft bis Ende 2008 auf Probe und wird anschliessend die endgültige Zulassung durch die ANTT Behörde bekommen. Trem do Cariri Am 19. September 2006 findet die Unterzeichnung
der Verträge zum Ausbau der 13 km langen Strecke Crato - Juázeiro
do Norte statt. Mit rund 320'000 Einwohnern bilden diese Gemeinden nach
Fortaleza den zweitgrössten Siedlungsraum im Staat Ceará. Schon
seit einiger Zeit war der Ausbau dieser Strecke für den Personenverkehr
vorgesehen.
In einer zweiten Etappe sollen auch die Abschnitte Juázeiro do Norte - Missão Velha, hier verkehren Güterüge der CFN, und Juázeiro do Norte - Barbalha hergerichtet werden, wobei nach Barbalha teilweise fehlende Schienen ersetzt werden müssen. Jetzt auch am Sonntag Die Vorortsbahnen von Maceió und Salvador haben den Betrieb auch auf Sonn - und Feiertage ausgeweitet. In Maceió fanden erstmals solche Fahrten zu den Jahrestagen des Staates Alagoas statt und sie waren ein voller Erfolg. Bei nur einem Zugpaar an jedem Feiertag wurden täglich über 2000 Passagiere befördert. Dabei entdeckte man, dass die Bevölkerung der Gemeinden im Landesinneren, wie Satuba und Rio Largo, sehr gerne am Sonntag an die Küste von Maceió fahren will, denn die Bahnfahrt kostet BRR0,70, während der Bus über BRR2 kostet. Vorerst werden in Maceió an regionalen Feiertagen, sowie an Sonntagen während der Schulferien Züge eingesetzt, und zwar um 07.00 ab Lourenço de Albuquerque und um 16.00 ab Maceió. In Salvador wurden, nach mehrmaligen Zugfahrten
an Feiertagen, nun definitiv S-Bahnzüge an Sonn- und Feiertagen eingesetzt.
Noch verkehren sie nur etwa alle Stunden von 7 bis 19 Uhr; ein dichterer
Verkehr wird ab 2007 angeboten, da bis dahin die drei aus São Paulo
gebraucht erworbenen Züge und 5 renovierte Züge vorhandener Serien
verfügbar sein werden.
Es geht weiter mit den (Wieder-)eröffnungen! In Mexiko haben die Reparaturarbeiten an der Bahnstrecke von Oaxaca in Richtung Puebla begonnen. Obwohl in Oaxaca keine Güter für die Bahn anfallen, wird die Strecke instand gesetzt, denn der Personenverkehr, zumindest auf der südlichen Hälfte der Strecke, muss wieder aufgenommen werden, da die dortigen Dörfer ohne Anschluss an die Aussenwelt sind. Die Arbeiten werden teilweise auch von der Bundesregierung Mexikos mitfinanziert.
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