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News Paraguay

12.07.2020

Allgemein

Seit Ausbruch der Corona-Krise, als die Grenzen mit den Nachbarländern geschlossen wurden, hat sich auf den Schienen der Eisenbahn Paraguays FEPASA (Ferrocarril del Paraguay S.A.) gar nicht mehr bewegt. Zuletzt verkehrte nur der Wadloper Triebwagen aus dem argentinischen Posadas über die Grenzbrücke nach Encarnación. Die finanziell ohnehin schon sehr marode FEPASA stand somit vor dem Aus. Ein Beschluss der Regierung die Bahn aufzulösen steht jedoch noch aus. Dies hat die Eisenbahner in der Stadt Ypacaraí (38 km östlich der Hauptstadt Asunción) erst recht angetrieben, aktiv zu werden. Am 07.062020 ertönte im Bahnhof Ypacaraí der Pfiff der Dampflok Nummer 60 „El Inglés“ (der Engländer) erstmals nach vielen Jahren wieder. Die holzgefeuerte Lok wurde in unzähligen Arbeitsstunden und für den Betrag von 244Mio. Guaranies (knapp € 32‘000) wieder betriebsfähig hergerichtet und auch äusserlich renoviert. Die 1910 in England bei der North British Locomotive Company) gebaute Maschine ist folglich die einzige mit Holz befeuerte Dampflok Südamerikas, die wieder verkehren kann. Diese erste Fahrt ging nur gut 100 Meter weit. Der Grund für diese Investition besteht darin, dass die FEPASA zusammen mit den Gemeinden Luque, Areguá und Ypacaraí, dem Nationalen Sekretariat für Tourismus und dem Ministerium für öffentliche Arbeiten das Projekt „Tren del Lago“ vorwärts bringt, um endlich wieder eine regelmässige Aktivität vorzuweisen. Zwar wird der Zug nicht mehr auf das Stadtgebiet von Asunción zurückkehren können, da die Gleise nicht mehr genutzt werden können und immer noch für das unsäglich oft verschobene Projekt einer elektrischen Stadtbahn vorgehalten, aber man hat eine Ersatzlösung gefunden. Die 30 km lange Strecke Luque (8 km ab Asunción) – Yuquyry – Areguá – Patiño – Ypacaraí wird sprichwörtlich wieder aus der Vegetation ausgegraben und repariert. Die Arbeiten haben bereits vor der Corona-Krise begonnen, es ist jedoch nicht bekannt, wie weit sie bereits fortgeschritten sind. Doch mit der bevorstehenden Öffnung des Landes im Juli (mindestens teilweise) werden sie weitergehen.
Unabhängig davon werden auch Reparaturen ab alten Hauptbahnhof von Asunción durchgeführt. Besonders die hölzernen Teile der Bahnhofshalle werden ersetzt, da sie im tropischen Klima ziemlich leiden. Man will damit auch den Zugang zum Eisenbahnmuseum wieder ermöglichen.
(Quelle: Fahrplancenter/Volta o Trem)

07.07.2017

Infrastruktur

Das Projekt der Stadtbahn Asunción – Luque wird von der Regierung und der Staatsbahn FEPASA weiterhin verfolgt, wenn auch wesentlich langsamer als vorgesehen. Es fanden bereits Enteignungen von illegal besetzten Grundstücken entlang der Trasse statt. Während diese mit einigem Aufwand durchgeführt werden konnten, begegnet man grösseren Schwierigkeiten bei Grundstücken die vor 10 oder 20 Jahren legal zur unbeschränkten Nutzung zur Verfügung gestellt wurden, da in diesen Fällen oft grössere gemauerte Gebäude errichtet wurden. Die Nutzer dieser Grundstücke verlangen hohe Abfindungen, die bislang nicht in den Projektkosten enthalten waren. Zudem sind neue Probleme im Zuge der Autobahn Ñu Guazú entstanden, deren Mittelstreifen zwar der Bahn gehört und für die Verlegung der Geleise genutzt werden soll, doch das Transportministerium hat nun den Bau einer Abzweigung bei Luque verfügt, welche die Bahntrasse einnimmt.
Von den veranschlagten Gesamtkosten von US$ 80Mio. für die ganze Strecke, hat die Regierung erst US$ 20Mio. zur Verfügung gestellt, wobei nun ein Grossteil davon für die oben erwähnten Entschädigungen verwendet werden muss. Wie der Restbetrag aufgebracht werden soll, ist noch unklar. Doch der Direktor der Staatsbahn hat der Presse gegenüber im Juni 2017 geäussert: „Wir werden die Vorortsbahn bekommen, so oder so, die einzige Frage ist nur: Wann?“
(Quelle: Ultimahora)

Angostura - Paraguarí - San Salvador - Abaí

Die bolivianische Ostbahn Ferrocarril Oriental S.A. hat sich um den Bau einer Bahnstrecke in Paraguay beworben. Die hauptsächlich dem Güterverkehr zu dienende Strecke soll folgende Abschnitte umfassen:
- Neubaustrecke Paraguarí – Angostura 50,6 km
- Wiederaufbau der vorhandenen Strecken Paraguarí – San Salvador mit 97,7 km und San Salvador – Abaí mit 79,7 km, inklusive neuem Bahnhof in Abaí.
Die Neubaustrecke soll von Paraguarí fast genau westwärts über Nueva Italia bis zum Flusshafen Angostura am Rio Paraguay führen. Zwischen San Salvador und Abaí sollen die bestehenden Bahntrassen wieder aufgebaut werden und zwar für eine Achslast von 25 Tonnen und Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h. Die Kreuzungsstationen sollen 800 Meter lang werden. Wo immer möglich sollen auch bestehende Bahnhöfe reaktiviert werden. Auch wenn in erster Linie Güterverkehr durchgeführt werden soll, wird auch ein beschränkter Personenverkehr nicht ausgeschlossen.
(Quelle: FEPASA)

31.03.2015

8000 Passagiere Posadas - Encarnación

Der mit niederländischen Wadloper Triebwagen gefahrene Zug zwischen Posadas und Encarnación wird inzwischen täglich von bis zu 8000 Personen genutzt.
(Quelle: SOFSE)

25.03.2015

Posadas – Encarnación

Die Zahl der täglichen Passagiere der Verbindung Posadas – Encarnación ist inzwischen auf rund 8000 gestiegen.
(Quelle: Volta o Trem 19-3)

08.03.2015

Posadas - Encarnación

Der Nahverkehr zwischen Posadas und Encarnación wird immer beliebter, inzwischen nutzen bis zu 7000 Reisende die Verbindung, die mit Wadloper Triebwagen alle 30 Min. 7 Tage in der Woche gefahren wird.
(Quelle: Volta o Trem 19-2)

20.01.2015

Posadas - Encarnación

Am 31.12.2014 begann der regelmässige Verkehr mit den Wadloper Triebwagen zwischen Posadas und Encarnación. Die Züge verkehren täglich zwischen 07.00 und 18.30 alle 30 Min. in jeder Richtung und der Fahrpreis beträgt ARP 18.00.
(Quelle: Volta o Trem 19-1)

11.01.2015

Posadas - Encarnación

Der internationale Triebwagenverkehr zwischen Posadas (Argentinien) und Encarnación (Paraguay) wurde am 31.12.2014 in Betrieb genommen. Noch existiert in Encarnación keine definitive Bahnstation, die Passagiere müssen über mobile Treppen in die und aus den Wadloper Triebwagen steigen. Die Fahrzeit zwischen beiden Stationen beträgt 7 Minuten, die Züge verkehren zwischen 7 und 18 Uhr und der Fahrpreis 18 ARP oder 7000 Par. Guaranies. Nach ersten Pressemeldungen scheinen die Bahnfahrten gut besetzt zu sein, da die Überquerung der Grenzbrücke im Strassenverkehr in der Regel 90 bis 100 Minuten beansprucht.
(Quelle: hoy.com, Rieles)

20.12.2014

Posadas - Encarnación

Die Busgesellschaft Don Casimiro hat zwei Wadloper Triebwagen von Pilar nach Posadas geholt, um einen Lokalverkehr zwischen Posadas und Encarnación (Paraguay) über die internationale Brücke anzubieten. Für die Überfuhr der Triebwagen wurden sogar Lücken in der 1435 mm Spur Hauptstrecke repariert. Die Triebwagen wurden in Posadas neu gestrichen und in Posadas wurde unweit des Zollamtes eine neue Bahnstation errichtet. Der Bau einer identischen Station in Encarnación erleidet noch einige Verspätung, obwohl das Projekt auch von den Behörden in Paraguay unterstützt wird. Geplant ist ein dichter Taktverkehr über die Brücke, um den sehr dichten Strassenverkehr zu entlasten.
(Quelle: Volta o Trem 18-9)

10.10.2014

Posadas - Encarnación

Die Busgesellschaft Don Casimiro kauft offenbar einige Wadloper Triebwagen, die vormals von TBA eingesetzt wurden, um einen geplanten internationalen Nahverkehr zwischen Posadas (Argentinien) und Encarnación (Paraguay) über die internationale Brücke einzurichten. Die Gesellschaft würde provisorische Haltestellen auf beiden Seiten der Brücke einrichten, um einen 15-Minuten Taktverkehr anzubieten. Inzwischen wurde das Vorhaben auch vom paraguayischen Departement Itapúa bestätigt. Auf beiden Seiten der Grenze hofft man auch, dass die Verantwortlichen von EBY, welche die Staustufen im Fluss erstellten, danach definitive Bahnhöfe für Güter- und Personenverkehr in beiden Städten errichten werden.
(Quelle: Fahrplancenter Korrespondenten)

27.03.2014

Asunción - Luque - Ypacaraí

Die Staatsbahn FEPASA und die Regierung Paraguays planen nun doch den Bau einer Tram-Train Vorortsstrecke von Asunción nach Luque und Ypacaraí voranzutreiben. Die Strecke soll innerhalb Asunción als Strassenbahn errichtet werden und dann in der Autobahn Ñu Guasu im Mittelstreifen verlaufen und dort, sowie weiter östlich bis Ypacaraí die bestehende Bahntrasse nutzen. Die elektrifizierte Bahn soll zwischen US$240 und 250Mio. kosten, wobei sich Südkorea offenbar am Bau beteiligen will.
(Quelle: Entorno Inteligente)

25.08.2013

FEPASA vergessen

Die neue Regierung Paraguays ist dabei die Staatsbahn FEPASA völlig zu vergessen, es wurde nicht einmal ein neuer Direktor eingesetzt. Das Gütervolumen ab Encarnación nach Argentinien sank in den ersten 7 Monaten von 2013 auf 9000 Tonnen, gegenüber 20'000 Tonnen im Vorjahr.
(Quelle: Volta o Trem 17-4)

17.01.2013

Güterverkehr

Immer konkreter wird das Projekt eines neues Bahnsystems durch den Süden von Paraguay. Die 530 km lange Strecke soll von Presidente Franco an der brasilianischen Grenze nach Curupayty und später weiter nach Resistencia in Argentinien führen. Das meterspurige System soll die produktivste Region des Landes erschliessen. Erstmals hat die südkoreanische Kooperationsagentur Koica das Projekt vorgestellt. Doch inzwischen hat auch das multinationale Unternehmen Rio Tinto grosses Interesse gezeigt, denn Rio Tinto möchte im Einzugsbereich dieser Strecke ein Aluminium-Werk erstellen. Aus Brasilien kamen bereits erste politische Zeichen, denn eine meterspurige Verbindung von der brasilianischen Atlantikküste via Paraguay nach Argentinien steht schon lange auf der brasilianischen “Wunschliste”.
Dieses Projekt wird von der Staatsbahn FEPASA eindeutig favorisiert, wodurch die Realisierung des schweizerisch-deutsch-österreichischen Projektes zum Wiederaufbau der alten Bahn von Asunción nach Encarnación immer fraglicher wird, zumal dessen Kosten noch vor dem ersten Spatenstich weiter gestiegen sind.

(Quelle: Fahrplancenter)

02.09.2012

Güterverkehr

Der Güterverkehr zwischen Encarnación und Posadas (Argentinien) wurde wieder aufgenommen. In der ersten Woche wurden bereits 500 Tonnen befördert.
Nach Angaben aus der Bahndirektion in Asunción wird ein Wiederaufbau der Gesamtstrecke Encarnación – Asunción immer unwahrscheinlicher. Man will sich auf den Abschnitt Encarnación – Ruta VI – Fram – General Artigas konzentrieren.
(Quelle: EntornoInteligente; FEPASA; lokale Tageszeitungen)